Wichtige Krankheitssymptome bei Hund und Katze

Eine Übersicht von A bis Z.

 

Anfälle

Ein Anfall unterscheidet sich von der Ohnmacht durch Krämpfe. Der typische epileptische Anfall beginnt mit einer Wesensveränderung, gefolgt vom Krampfanfall selbst mit Schaum vor dem Maul und unkoordinierten Laufbewegungen. Nach den Anfällen sind die Patienten verstört. Auf jeden Fall sollte man verhindern, dass sich das Tier während des Anfalls verletzt. Sorgen Sie für eine weiche Unterlage und halten Sie zumindest den Kopf fest, damit dieser nirgends anschlägt. Anfälle dauern meist nicht sehr lange, obwohl für den Beobachter die Zeit währenddessen stillzustehen scheint.

 

Atemnot

Das Tier steht oder liegt und atmet angestrengt, der Fang steht offen, die Augen sind weit aufgerissen, der Brustkorb arbeitet und die Vorderbeine sind weit vom Körper gestreckt. Zunge und Schleimhäute können durch den Sauerstoffmangel blau verfärbt sein. Es liegt ein akut lebensbedrohlicher Notfall vor!

 

Ausfluss aus der Scheide

Beim Hund ist Scheidenausfluss außerhalb der Läufigkeit oder anhaltend nach der Läufigkeit nicht normal. Bei der Katze gilt jede Form von Scheidenausfluss als bedenklich und kann auf eine Gebärmutterentzündung hinweisen. Betroffene Tiere müssen vom Tierarzt untersucht werden.

 

Blaue Schleimhäute - Zyanose

Die Schleimhäute nehmen eine bläuliche Farbe an, wenn der Sauerstoffgehalt des Blutes gefährlich niedrig ist. Betroffene Tiere zeigen immer auch Atemnot und sind unruhig. Zyanose ist ein alarmierendes Symptom. Der Patient muss schnell, aber ruhig und vorsichtig zum Tierarzt gebracht werden.

 

Durchfall

Die meisten Durchfälle entstehen durch das Fressen von ungeeignetem oder verdorbenem Futter. Die zweithäufigste Ursache sind Infektionen. Einfache Durchfälle sollten mit 24-stündigem Hungern und anschließender Diät behandelt werden. Nützt das nichts, muss man unbedingt zum Tierarzt – spätestens nach zwei Tagen. Denn massiver und andauernder Durchfall verursacht starke Flüssigkeitsverluste. Besonders bei Jungtieren führen Durchfälle wegen der geringen Körpergröße rasch zu lebensgefährlicher Austrocknung. Auch bei alten Tieren sind Durchfälle bedenklich, da eine bereits bestehende Erkrankung (z.B. der Nieren) rasch verschlimmert werden kann. Wenn ein Tier mit Durchfall apathisch ist, sollten Sie sofort den Tierarzt aufsuchen.  

 

Durchfall – blutig

Blutiger Durchfall ist immer ernst zu nehmen. Er kann durch Infekte, Vergiftungen oder die Aufnahme von Fremdkörpern entstehen. Tiere mit blutigem Durchfall müssen unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden.

 

Durchfall – schleimig mit Beimengung von etwas Blut

Blutig-schleimiger Durchfall ist ein Symptom einer Dickdarmerkrankung und muss mit Diät behandelt werden. Der Tierarzt wird die Ursache dieser Erkrankung abklären und einen entsprechenden Diätplan erstellen.  

 

Erbrechen

Erbrechen sollte nicht verharmlost werden. Es kann durch Magenschleimhautentzündung, Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt, Bauchfellentzündung, Gebärmuttervereiterung, Nierenversagen oder Darmverschluss verursacht werden. Häufiges Erbrechen bei leerem Magen und das Erbrechen von Blut, Fremdkörpern oder Darminhalt sind ernsthafte Symptome. Kleine, junge und alte Tiere sind wegen des hohen Flüssigkeitsverlustes besonders gefährdet. Wenn Ihr Tier länger als einen Tag oder in kurzen Intervallen erbricht, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.

 

Erbrechen ohne Erfolg, Würgen

Diese Symptome können bei schwerer Gastritis oder Entzündungen der Speiseröhre, aber auch bei der gefürchteten Magendrehung auftreten. Man sollte sie deshalb immer ernst nehmen. Wenn ein großer Hund würgt, Brechbewegungen zeigt, aber nicht erbrechen kann, eventuell gebläht erscheint, besteht akute Lebensgefahr!

 

Harnabsatzprobleme

Auffallend häufiges Absetzen von kleinen Harnmengen spricht für Infektionen des Harntrakts. Wenn ein Tier erfolglos versucht Harn abzusetzen, kann ein Verschluss der ableitenden Harnwege vorliegen. Das ist ein akuter Notfall! Erkrankungen der Harnorgane dürfen nie verharmlost werden, da die Nieren kaum regenerationsfähig sind. Ein einmal entstandener Schaden ist selten wiedergutzumachen und kann die Lebenserwartung des Tieres verkürzen.

 

Husten

Husten entsteht durch Reizung oder Entzündung der oberen Atemwege, der Luftröhre, der Lunge oder des Brustfells. Beim Hund kann Husten auch auf eine Herzerkrankung hindeuten, was besonders bei älteren Tieren zu bedenken ist. Wiederholtes Husten ist unbedingt durch den Tierarzt abzuklären.

 

Niesen

Niesen wird durch eine Reizung oder Entzündung der Nasenschleimhaut verursacht. Bei der Katze deutet Niesen fast immer auf eine Infektion hin. Beim Hund sind eher Fremdkörper in den Nasengängen wie Grashalme zu vermuten. Auch Allergien können Niesen auslösen. Solange kein oder nur wässriger Ausfluss aus der Nase besteht, können Sie einen Tag abwarten. Beim Auftreten von schleimigem oder eitrigem Ausfluss aus der Nase oder bei längeren Niesanfällen sollte der Tierarzt sofort aufgesucht werden.

 

Taumeln und Koordinationsstörungen

Die Ursachen dieser Symptome sind vielfältig. Es kommen Stoffwechsel- oder Gehirnerkrankungen, Kreislaufversagen, Probleme im Innenohr sowie Infektionen in Betracht. Koordinationsstörungen müssen auf jeden Fall vom Tierarzt abgeklärt werden.

 

Vermehrtes Trinken

Die übermäßige Aufnahme von Wasser kann – neben heißem Wetter oder falschem Futter – auch auf Nierenprobleme, Gebärmuttereiterungen und hormonelle Störungen hindeuten. Besonders beim älteren Tier ist vermehrtes Trinken oft ein Vorzeichen von drohendem Nierenversagen und muss unbedingt ernst genommen werden.

 

Verstopfung

Verstopfungen äußern sich in fehlendem Kotabsatz oder in dem erfolglosen Bemühen, Kot abzusetzen. Die Ursache können neben einer trägen Verdauung auch feststeckende Fremdkörper im Darm oder Entzündungen im Afterbereich sein. Da eine unbehandelte Verstopfung meist immer schlimmer und damit schwieriger zu beheben wird, sollte man mit dem Tierarztbesuch nicht warten. Besonders unangenehm und gefährlich sind Verstopfungen durch Knochenkot, die nach dem Fressen von zu großen Mengen oder ungeeigneten Knochen auftreten.

 

Würgen, erfolglose Versuche zu erbrechen

Diese Symptome können bei schwerer Gastritis oder Entzündungen der Speiseröhre aber auch bei der gefürchteten Magendrehung auftreten. Man sollte sie deshalb immer ernst nehmen. Wenn ein großer Hund würgt, Brechbewegungen zeigt, aber nicht erbrechen kann, eventuell gebläht erscheint, besteht akute Lebensgefahr!

 

Zyanose – Blaue Schleimhäute

Die Schleimhäute nehmen eine bläuliche Farbe an, wenn der Sauerstoffgehalt des Blutes gefährlich niedrig ist. Betroffene Tiere zeigen immer auch Atemnot und sind unruhig. Zyanose ist ein alarmierendes Symptom. Der Patient muss schnell, aber ruhig und vorsichtig zum Tierarzt gebracht werden.